Wir wollen uns hier einen Überblick verschaffen wie Daten übertragen werden, was Vara ist, was es bietet und wie wir es verwenden können.
Um Daten - wie EMails, Texte, Bilder, usw. usw. - über Funk übertragen zu können, werden diese Daten wie folgt bearbeitet.
Die zu sendenden Texte oder Bilder werden von einer Software auf dem PC oder von einem externen Funkmodem in kleine Stücke - Pakete - aufgeteilt. Die einzelnen Buchstaben oder Bildpixel des Paketes werden nacheinander in Töne umgesetzt. Man könnte sich z.B. ein sehr einfaches Verfahren vorstellen, bei dem der Buchstabe "A" als 1000 Hz Ton, der Buchstabe "B" als 1100 Hz Ton, "C" in 1200 Hz Ton usw. ausgesendet wird.Bei Schwarz-Weiß Bilder könnte man sich vorstellen, dass ein heller Punkt als 1000 Hz Ton, ein dunkler Punkt als 1400 Hz Ton ausgesendet wird.
Diese Töne werden nacheinander an das Funkgerät geschickt, so dass sie - prinzipiell wie auch Sprache - ausgesendet werden. Dazu muss das Funkgerät so an den PC/Modem angeschlossen sein, dass der PC/Modem die Töne an das Funkgerät senden kann. ( Siehe unten ) Normalerweise ist an das Funkgerät nur ein Mikrofon angeschlossen, von dem es die zu sendenden Töne bekommt. Statt des Mikrofons kommen nun die Töne vom PC/Modem. Für das Funkgerät ist es prinzipiell aber keinen Unterschied ob es Töne von Mikrofon oder von einer anderen Tonquelle aussendet. Der PC/Modem muss zusätzlich noch so an das Funkgerät angeschlossen sein, dass er die Sprechtaste (PTT) des Funkgerätes bedienen kann. ( Siehe unten ) Ein Mensch drückt beim Sprechen die PTT Taste, der PC/Modem bedient ebenfalls die PTT Taste, wenn der Daten aussendet.
Für Broadcast Aussendungen wäre es das schon. So werden z.B. Wetterfaxe, RTTY Wetterberichte, Navtex, und vieles mehr einfach gesendet und können von beliebig vielen Empfängern aufgenommen und decodiert werden.
Bei Datenübertragung zwischen zwei Stationen kommt noch ein weiterer Schritt dazu. Die Sendstation überträgt ein Paket -> Die Empfangsstation empfängt das Paket und versucht die Daten daraus auszupacken. es zu decodieren. Wenn die Empfangsstation dieses Paket erfolgreich dekodieren konnte, sendet Sie ein eine kurze Erfolgsmeldung zurück. Wenn das Paket nicht angekommen ist, oder nicht erfolgreiche ausgepackt werden konnte, sendet sie entweder nichts oder einen Fehlerton zurück. Die Sendestation weiß nun ob das Paket erfolgreich angekommen ist und sendet daraufhin entweder das nächste Paket los, oder sie versucht das fehlgeschlagene Paket erneut zu senden.
Dies war natürlich nur eine Vereinfachung. In der Praxis kommt noch etwas mehr dazu. Beide Stationen müssen wissen, welcher Ton welches Zeichen bedeutet. Sie müssen sich einigen wie oft versucht werden soll ein fehlerhaftes Paket zu wiederholen, wie lange ein Ton für ein Zeichen ist, wie viele Zeichen in einem Paket enthalten sind - und vieles anderes mehr. All diese Festlegungen werden als "Protokoll" oder "Betriebsart" bezeichnet. Das Protokoll definiert also wie eine Verbindung aufgebaut wird, wie sie beendet wird und wie der Inhalt in Pakete eingepackt wird und wie das Paket wieder ausgepackt werden kann. In der Praxis werde Daten oft nicht als ein Ton, sondern gleich als mehrere Töne gleichzeitig verpackt. Damit kann die Geschwindigkeit start erhöht werden und Fehler bei der Übertragung können ausgeglichen werden. All diese Codierung und Umsetzung in die richtigen Töne macht die Software bzw. das Modem intern. Der Benutzer sollte das Prinzip kennen, muss sich aber darum nicht kümmern.
Wir haben in der Einführung gelernt, dass Daten als Töne übertragen werden. Also benötigen wir
Diese Verbindungen werden Schnittstellen oder Interfaces genannt.
In einem Modem ist diese Schnittstelle eingebaut und es wird nur noch das passende Kabel vom Modem zum Funkgerät verbunden. Das Modem bearbeitet auch das Protokoll intern, macht aus Computerdaten die passenden Töne und steuert die Sendtaste an. Vom Modem zum PC benötigen wir also nur noch ein Datenkabel. Meist eine serielle Schnittstelle (RS232 oder Bluetooth).
Bei Protokollen, die auf dem PC laufen, wird ein "Soundkarteninterface" verwendet. Mindestanforderung : Das Interface sendet/empfängt Töne vom/zum Funkgerät und bedient die PTT Taste. Optional, aber hilfreich : Das Interface stellt am Transceiver die Frequenz und Betriebsart über CAT-Contol ein.Es gibt verschiedene Versionen. Ich habe mich für Gerät mit USB Anschluss und eingebauter Soundkarte entschieden.
Es gibt auch einfache Systeme für 5€ oder 10€Diese benötigen eine PC mit eingebauter Soundkarte und serieller Schnittstelle oder USB Seriell Wandler.Kabel müssen dann natürlich selbst angebaut werden. Frequenz am Funkgerät wird manuell eingestellt.Nicht ganz so einfach, mehr Bastelei, mehr Kabel – aber zum Senden/Empfangen von Mail’s und Wetterdatengenauso effektiv und sehr kostengüstig.
Anfang 2026 wurden mehrere Mitglieder von DH4M mit Meshcore aktiv und bald kam die Entscheidung, einen Repeater betreiben zu wollen. Nach einigen Recherchen entschieden wir uns für den Seeedstudio SenseCAP Solar Node P1 ohne GPS Empfänger. Als Antenne setzten wir die graue bei Amazon erhältliche Bingfu 3dBi GFK-Antenne ein, nachdem sie mit einem Nano-VNA gründlich geprüft wurde.
MeshCore
Seit einiger Zeit empfängt die Intermar e.V. Station DK0MC nicht mehr richtig. Es können nur noch ganz starke Stationen können empfangen werden.
Das kann so nicht bleiben denn Intermar will ja Kommunikation mit Booten im Mittelmeer, auf dem Atlantik, der Nord und Ostsee oder auch in der Karibik und im Pazifik betreiben. Da muss der Empfänger gut sein. Unser 500W Verstärker hilft nichts, wenn man gehört wird aber nicht hören kann.
VARA, WINLINK, Intermar, Reperatur
Bau und Einsatz des Interface Kabels von Simon Küppers, ein Sammelbestellungs-Projekt von DH4M, wird von Thomas, DL7APO, hier näher beschrieben. Thomas setzt das AIOC nicht nur an Handfunkgeräten mit Kenwood-Stecker ein, sondern auch am Retevis RT95 (baugleich mit CRT micron, Anytone AT-778 UV und Midland DBR2500)
Frank, DB1FW hast das AIOC an einem Icom M802 Kurzwellenfunkgerät im Einsatz. Es zeigt sich, dass Cat Control, Empfang und PTT wunderbar funktionieren. Die Audio Ausgabe vom PC zum Funkgerät ist aber anscheinend zu schwach. Musste Audio Out vom PC verwenden um das IC-M802 mit ausreichendem Pegel ansteuern zu können.
Die Installation von Vara HF und Winlink RMS Express beschreibt Thomas, DL7APO hier.
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